Das Schwerste an der Erschöpfung war für mich lange nicht die Müdigkeit selbst, sondern das schlechte Gewissen dabei. Wenn andere abends noch etwas unternehmen und ich nur noch aufs Sofa will, fühle ich mich oft wie eine Versagerin.
Geholfen hat mir, das einmal laut auszusprechen, hier im Forum und auch zu Hause. Plötzlich war klar: Ich bin nicht faul, ich bin erschöpft. Das ist ein Unterschied.
Praktisch versuche ich, mir den Tag nicht zu voll zu packen und Pausen fest einzuplanen, bevor der Akku ganz leer ist. Klappt nicht immer, aber es ist besser als früher.
Ich weiß, dass jeder andere Auslöser und andere Wege hat. Mir hilft vor allem, mit mir selbst etwas geduldiger zu sein.