Am Anfang hat mich kaum etwas so getroffen wie das Unverständnis von Menschen, die mir nahestehen. Für viele ist die Sache mit der Tablette erledigt, und wenn ich trotzdem schlapp bin, klingt das schnell nach Ausrede.
Ich habe eine Weile gebraucht, um zu merken, dass die meisten es gar nicht böse meinen. Sie können sich diese Erschöpfung einfach nicht vorstellen, solange sie sie nicht selbst kennen.
Geholfen hat mir, ruhig und in einfachen Worten zu erklären, wie sich so ein Tag anfühlt. Nicht als Vorwurf, eher als Einladung, mich zu verstehen. Bei manchen kam das an, bei anderen nicht, und auch das musste ich aushalten lernen.
Falls ihr gerade an diesem Punkt seid: Ihr müsst euch nicht ständig rechtfertigen. Es reicht, wenn ein paar Menschen euch glauben. Wie geht ihr mit solchen Sätzen um?